Zecken


Zecken Homöopathie

Aktiv werden Zecken ab sieben Grad Celsius, doch besonders im Frühling, werden wir uns der Zecken bewusst, da unsere Fellschnuten besonders in dieser Jahreszeit unter Zecken zu leiden haben. Zeckenhochzeit ist dann im Juni und Juli und in dieser Zeit, hat selbst das gesündeste Tier hier und da mal eine Zecke. 


Borelliose – das sollte man wissen

Nicht jede Zecke überträgt, die von Tierhaltern gefürchtete, Borelliose. Die Erreger (Borrelien) werden beim Saugackt, in den Blutkreislauf des Hundes, übertragen. Dies geschieht erst 24-48 Stunden, nachdem die Zecke sich festgesaugt hat. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie Ihren Hund in den Sommermonaten, allabendlich gründlich absuchen. Entfernen Sie die Zecke nicht mit den Fingern, da die Gefahr besteht, dass Sie den Darminhalt der Zecke in den Blutkreislauf Ihres Hundes quetschen. Eine geeignete Zeckenzange ist daher eine gute Anschaffung. 


Anzeichen einer möglichen Infektion mit Borelliose

Borelliose Infektionen verlaufen, bei Hunden, häufig symptomlos. Nur etwa 20% der infizierten Hunde entwickeln Symptome. Treten Symptome auf, so ist das erste Anzeichen, wenige Tage nach dem Biss, eine Kreisrunde Hautrötung um die Bisstelle herum. Diese sieht man bei Hunden allerdings nur an sehr wenig behaarten Stellen. Erste Anzeichen einer Infektion können zudem sein:

  • Mattigkeit
  • Arbeitslosigkeit
  • Fieber
  • Schmerzhafte Gelenkschwellungen
  • Wechselnde leichte Lahmheiten (meist beginnend an dem Gelenk, das dem Zeckenbiss am nahesten ist), die innerhalb von wenigen Tagen wieder verschwinden
  • Lahmheitsschübe im Abstand von 2-4 Wochen (meist sind wechselnde Gelenke betroffen)

Erst Wochen bis Monate, nach der Infektion, verteilen sich die Bakterien (u. a. Borrelia afzelii und garinii) über die Blutbahn und siedeln sich in Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern an. Auch Nerven können in Mitleidenschaft gezogen werden, wodurch es dann zu Lähmungen kommen kann. Unbehandelt kann die Borelliose dann u. a. zu chronischen Symptomen wie bsp. rheumatischen Beschwerden führen. 


Borellioseimpfung?

Erkrankungen sind selten. Geschätzt erkranken nur ca. 0,1% der infizierten Hunde. Bis 2009 war der einzige, hier erhältliche, Hunde-Impfstoff Merilym®, welcher gegen, die bei uns seltene, Borrelia burgdorferi s.s. gerichtet war. Er war somit für das Gros der Fälle wirkungslos. Erst seit 2010 sind Impfstoffe auf dem Markt, die gezielt gegen die, bei uns dominierenden Borrelien-Spezies B. afzelii und garinii gerichtet sind. Dabei handelt es sich allerdings um sog. Vollerreger-Vakzinen. Die Impfstoffe besteht also aus abgetöteten Bakterien, die alle Bakterienbestandteile enthalten und nicht nur aus einzelnen gereinigten Komponenten. In der Humanmedizin hat man von der Verwendung solcher Impfstoffe weitestgehend Abstand genommen, da hier eine schlechte Verträglichkeit bekannt ist. Vor dem Impfen sollten Sie sich genau mit dem Thema auseinander setzten und vorsichtig alle Pro und Contra Argumente abwägen. Schauen Sie hierzu auch in die Buchliste. 


Zeckenschutz: Spot on oder alternativ?

Als erstes einmal die ernüchternde Erkenntnis – es gibt keinen 100% Schutz gegen Zecken. Einen für alle wirksamen Tipp gibt es leider nicht aber dafür hier einmal alle Möglichkeiten im Überblick:

Spot on Präparate: Enthalten Nervengifte (Frontline: Fipronil, ExSpot: Permethrin), die über die Haut in den Blutkreislauf des, mit dem Spot on behandelten, Tieres gelangen. Beim Saugakt nimmt die Zecke diese Gifte über das Blut auf und stirbt daran. Da diese Gifte ins Blut des Wirtstieres gelangen, kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Erbrechen, Kreislaufprobleme, Depression, Krämpfe, Mattigkeit, Hautirritationen bis zu schweren Hautveränderungen u.a.

Antizeckenhalsbänder: Enthalten Nervengifte (Dimpylat) und wirken ähnlich wie die Spot on Präparate. Die Gifte werden langsamer an den Blutkreislauf abgegeben und sind daher ein bisschen besser verträglich als die Spot on Präparate. Nebenwirkungen sind Hautirritationen, Erbrechen u.a.

Clips und andere Anhänger: Hier treten keine Nebenwirkungen auf, allerdings ist die Wirkung auch sehr umstritten. Die neuen Ultraschallhalsbänder wirken sich eventuell auf die Psyche der Tiere aus, da sie mit einem für uns nicht wahrnehmbaren Dauerton leben müssen. 

Ätherische Öle: Wirken teilweise, können aber für die empfindlichen Nasen von Hund und Katze unerträglich sein. Auch Hautirritationen können hier auftreten.

Laurinsäure: Besonders im Kokosöl zu finden. Hat bis zu 6 Stunden (je nach Hautfeuchtigkeit) eine abschreckende Wirkung, muss allerdings von außen aufgetragen werden. Bei langhaarigen Hunden nicht unbedingt geeignet, da das Fell stark verkleben kann. Flocken oder Öl im Futter wirkt nicht so gut.